Eine Sonnenaufgangsfahrt zu den Kanalschnooke

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Am 08.03.2014 fuhren wir schon seeehr früh (man beachte, das war ein Samstag!!) los um an einem eintägigen Turnier in Franken­thal teilzunehmen. Ein verdammt langer Tag mit sechs Hockey­spielen und zusätzlich noch einigen Ge­schick­lich­keits­spie­len erwartete uns.

Um 6:30 trafen wir uns in Göttingen um zusammen nach Frankenthal zu fahren. Knapp 3 Stunden Fahrt in der Morgendämmerung erwarteten uns – und wir waren Dank Melle und Lars mit Kaffee gewappnet. Der war auch bitter notwendig um zumindest halbwegs aufrecht unser erstes Spiel um 9:50 mit den Kanalschnooke bestreiten zu können. Pünktlich um 9:45 kamen wir an und mussten ein unaufgewärmtes erstes Spiel spielen. Wir waren noch ein wenig unkoordiniert, Jens konnte aber nach einer Vorlage von Marius den Torhüter tunneln und zum 1:0 punkten. In der darauffolgenden offensiven Phase der Kanalschnooken musste Vanni unerwartet in die Abwehr und hat prompt einen Schläger ins Gesicht bekommen. Dank Zahnschutz und prompter Kühlung ist aber alles nur halb so wild gewesen.

Als dann alle Mannschaften da waren gab es Sekt zur Begrüßung und vor den nächsten sieben Spielen mussten wir unsere Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Der Gewinner des Geschicklichkeitsspiels ging dann mit 1:0 Führung ins eigentliche Spiel.

Im nächsten Spiel teilten wir uns das Feld mit den Niddatigers aus Frankfurt. Schon vorher war klar, dass es schwer werden würde als Gewinner vom Feld zu gehen. Umso glücklicher waren wir, als wir das Geschicklichkeitsspiel (rückhändig von der Mitte durch 2 Kästen ins Tor schießen) für uns entscheiden konnten. Melle konnte unsere Führung recht schnell auf 2:0 ausbauen. Mit dem folgenden Taktikwechsel der Niddatigers kamen wir nicht so gut zurecht sodass Lars ordentlich unter Druck geriet. Nach zwei sehr schön ausgespielten Toren und einem verwandelten 9-Meter der Niddatigers stand es plötzlich 2:3. Leider konnten wir keine unserer herausgespielten Chancen verwandeln, so dass es bei diesem Endstand blieb.

Auch vor dem Spiel gegen die Mumienschieber aus Viersen gab es ein Geschicklichkeitsspiel. Hierbei sollten aus der Mitte die Kugeln über die Bande ins Tor gespielt werden. Sowohl Marius als auch Thomas punkteten und so starteten wir wieder mit 1:0 ins Spiel. Die Mumienschieber waren als starke Mannschaft eingestuft worden, aber da wir uns inzwischen endlich eingespielt hatten, konnten wir ein solides Spiel aufbauen. Die Viersener Kugel wurde häufig schon an der Mittellinie gestoppt und wir konnten mehrere Konter aufbauen. Wir schafften es den Druck hochzuhalten und bald stand es 2:0 nach einem Ableger von Marius auf Vanni, die am Pfosten lauerte. Thomas verwandelte seinen 9-Meter souverän und bei einem erneute Gewusel im Viersener Schusskreis (Vanni, Marius, Thomas und Melle waren irgendwie involviert) konnten wir zum 4:0 punkten. Wer genau zuletzt an der Kugel war ist unklar – die Meinungen gehen stark auseinander 😉 Dank einer großartigen Leistung auch in der Verteidigung von Jessi und Lars konnten wir das Spiel auch so beenden.

Mit den Mainhoppers aus Frankfurt haben wir ein sehr schönes und ausgeglichenes Spiel gespielt. Einige Torchancen konnten wir zwar rausspielen aber leider nicht verwandeln. Wir wollten einfach zu viel. Ein 7-Meter von Jessi ging zwar rein, war aber gechlagen – zählte also nicht. Am Ende gingen wir glücklich mit einem 0:0 vom Feld.

Zum Spiel gegen die Obstler aus Heidesheim war es in der Halle gefühlt 30°C. Entsprechend schwer fiel uns auch die Lauferei. Aber wegen des Zeitverzugs wurde die Spielzeit zwischenzeitlich auf 15 Minuten gesenkt. Das tat gut! Da alle nun auch vier Spiele auf dem Buckel hatten, wurden die Spiele auch entspannter. Mit einem flüssigen und schönen Passpiel konnten wir relativ schnell das erste Tor durch einen Stecher von Vanni erzielen. Ähnlich im Verlauf aber nicht gestochen sondern gespielt war danach auch das 2:0 von Marius. Das 3:0 gelang einem sehr ruhigen Jens der im richtigen Moment die Kugel ins Tor beförderte. Noch zwei Spiele Pause und dann gings rein ins letzte Spiel…

Im letzten Spiel gegen Riesling Trocken aus Bad Dürkheim merkte man die schweren Beine so richtig. Wir schafften es nicht mehr aus dem Sturm schnell genug zurück in die eigene Hälfte um die Verteidigung zu unterstützen. Die eigenen Angriffe waren eher unkoordiniert und die fehlende Konzentration führten zu einem Endstand von 0:3.

Um 17:45 war dann die Siegerehrung – für uns reichte es zum 3. Platz. Vor uns platzierten sich nur die Riesling Trocken und die Niddatigers als Turniersieger. So schön das Turnier war und so viel Spaß wir auch hatten, müssen wir doch ehrlich gestehen, dass wir froh waren uns nach dem langen Tag endlich auf den Heimweg machen zu können.

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